Medienberichte
Disturban geniesst öffentliche Aufmerksamkeit
Für alle die, die es verpasst haben oder zu faul sind, um die Zeitung zu lesen. Disturban in der Basler Zeitung. Und das war erst der Anfang...
BELLES LETTRES IN DEN MEDIEN

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"Schüler krempeln die Partyszene um"
© Basler Zeitung; 16.04.2007; Seite 2, Lukas Hausendorf
Dominic Stämpfli und Luca Studer haben ihre eigene Firma, «disturban», gegründet.
Zwei Baselbieter Schüler gründeten die Eventfirma «disturban», mit der sie ihre Vision einer guten Party verwirklichen möchten.
Der 20-jährige Dominic Stämpfli ist in seiner Hauptbeschäftigung Schüler an der Handelsmittelschule Reinach. Aber eigentlich macht er das nur nebenbei. Denn vor allem organisiert er Partys, managt junge Bands oder malt Bilder. Früher hat er schon Open Airs in Aesch organisiert.
Sein Geschäftspartner oder eher Gesinnungsgenosse, der 18-jährige Luca Studer, ist seit Jahren im Organisationskomitee des Imagine-Festivals und zurzeit des Gesprächs mit Stämpfli auf Besuch bei der Partnerschule des Gymnasiums Münchenstein in Bulgarien.
Von dort her kennen sich die beiden auch. Im vergangenen Frühjahr trafen sie sich zum Kaffee und Studer schlug vor, eine Eventfirma zu gründen. So entstand «disturban - alteraktiv productions». Der Name verspricht einen Mix aus Urbanität, Aktivität und Alternative. Der Mix ist Programm. An den Anlässen sollen auch Botschaften vermittelt werden, wie etwa der respektvolle Umgang mit der Natur oder auch ganz grundlegende Lebenshaltungen.
Man wolle einen Kontrapunkt zur gängigen Partykultur setzen, «die gängige Kultur auf den Kopf stellen», sagt Dominic Stämpfli. «Wenn einem das Angebot nicht gefällt, warum nicht eins nach eigenem Gusto auf die Beine stellen?», fragt er.
Alles Grün. Zwei sehr unterschiedliche Events haben sie denn auch schon erfolgreich über die Bühne gebracht: Einen Kinoabend in den Höhlen hoch über Arlesheim und erst vor Kurzem die Party «God Save The Green» im Gundeldinger Querfeld. «Warum nicht mal eine Fete machen, wo alles grün ist? Vom Drink bis zum Schachspiel?», dachten sich die beiden.
Es müsse auch nicht immer nur Feiern sein. Er könne sich gut vorstellen, im Sommer auch mal ein Landhockeyturnier zu veranstalten, sagt Stämpfli. Wichtig ist ihm, dass es etwas ist, woran sich die Besucher auch nach Wochen noch erinnern. Dieses «Party-Ding», wo sich alle aus Langeweile betrinken, gefällt ihm nicht. Es sollte schon etwas Sinnlicheres sein. Er verbietet aber niemandem, sich an einer seiner Partys die Kante zu geben. Aber er betont: «Der Alkohol steht bei uns überhaupt nicht im Vordergrund.»
«Disturban» soll nicht regional bleiben, wenn es nach dem Willen seiner Macher geht. Sie möchten mal etwas in Zürich veranstalten. Selbst hat Stämpfli aber noch andere Pläne. Das Bandmanagement, das er betreibt, möchte er noch weiter ausbauen. Unter dem Namen «Radicalis» sollen in etwa einem Jahr auch Konzerte veranstaltet werden. «Ganz normale», wie er sagt. Es soll keine Konkurrenz zu «disturban» werden. Denn «disturban» solle weiterhin ein Gefäss für eher spezielle Anlässe sein.
Luca Studer betreibt mit dem Label «Augen Auf Productions» noch eine eigene Videoproduktion. Auf Trab halten wird ihn in nächster Zeit auch das Imagine Festival in Basel und dann die Matur, die im kommenden Dezember ansteht. Das ist auch der Grund, weshalb in nächster Zeit keine grossen Events geplant sind. Sind die schulischen Hürden erst einmal gemeistert, will er im regionalen Kulturbetrieb wieder mehr Staub aufwirbeln.
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